Bericht von der BSJ Neujahrs-Familienskifreizeit 2017
von BLSV Pressewart Georg Will
 

Während die Mehrzahl der Neujahrsbegrüßer sich von ihren Silvesterfeierlichkeiten im Bett erholte, starteten an Neujahr um 6 Uhr früh 53 Wintersportbegeisterte zur traditionellen Familienskifreizeit der BSJ Rhön-Grabfeld (Bayerische Sportjugend) per Bus in die Schweiz. Zielort war das Berghaus Planatsch im Skigebiet Andermatt-Sedrun.

Nach acht Stunden Fahrt erreichten die Ski- und Snowboard-Freunde ihr Reiseziel an der Talstation Dieni, einem Ortsteil von Sedrun in Graubünden. Um zum Berghaus zu gelangen, musste man mit Skiern oder Snowboard an den Füßen per Vierer-Sessellift mit dem notwendigen Handgepäck zur Mittelstation fahren, um von dort aus zum Berghaus abzufahren. Das Hauptgepäck wurde per Pistenbully nach Liftruhe hoch transportiert.

  Gruppenbild Neujahrs-Familienskifreizeit 2017  

Die BSJ-Freizeit-Betreuer Lisa und Johannes Fiedler, Rudi Molitor, Lennart Reuter und Steffen Schmidt hatten alles gut vorbereitet, so dass alle Teilnehmer/innen im Alter von 2 bis 64 Jahren problemlos das Berghaus Planatsch erreichten und ihre Mehrbettzimmer beziehen konnten. Weil der Kreissportverband dieses Berghaus angesichts seiner optimalen Bedingungen schon seit 33 Jahren besucht, ist der Wirt Markus Cavegn für viele schon ein alter Bekannter.
Bei der Ankunft kam zunächst Skepsis auf, weil sich die Berghänge und Wiesen überwiegend grün und braun präsentierten, aber dank moderner Beschneiungsanlagen und guter Pistenpflege war das Skigebiet am Cuolm Val und Calmut bis zum Oberalppass in der Höhenlage von 1500 bis 2350 Metern gut befahrbar. Die Boarder- und Brettlfans kamen voll auf ihre Kosten.

 
Zur BSJ-Familienskifreizeit in der SkiArena Andermatt-Sedrun gehörten auch Ski- und Snowboardkurse, die die Betreuer an den Vormittagen anboten, wie hier im Bild Johannes Fiedler mit einer Kindergruppe.
   

 

Besonders die ersten beiden vollen Tage waren sonnig, so dass jeder die guten Pistenverhältnisse nutzen und nach Herzenslust Ski und Snowboard fahren konnte. In der dritten und vierten Nacht setzte Schneefall ein und sorgte für eine noch bessere Unterlage.  Am letzten vollen Tag schneite es den ganzen Tag und es war sehr windig, was aber die wenigsten davon abhielt, weiter Ski zu fahren.
Für die 27 Kinder und Jugendlichen wurden vormittags durch die Betreuer Ski- und Snowboardkurse angeboten, so dass am Ende der Freizeit jedes Kind sicher auf Ski und Board stehen und die leichten bis mittelschweren Pisten gut bewältigen konnte. Auch die Älteren bekamen Gelegenheit, ihr Fahrkönnen zu verbessern. Am Nachmittag konnte frei gefahren werden. Dabei bildeten sich spontan Fahrgruppen je nach Vorliebe. Jeder fand schnell Anschluss.

Neben der wintersportlichen Betätigung war im Berghaus das gemeinsame Spielen angesagt. Wer nicht am hauseigenen Kicker das Tischfußballspielen pflegte, konnte die vielen anderen vom BSJ-Team mitgebrachten Tischspiele nutzen oder malen, puzzeln und basteln. Ein besonderes Highlight war das Kickerturnier, das sich über mehrere Tage hin zog bei vollem Einsatz und zeitweise großer Zuschauerbeteiligung. Dem Spielpaar musste immer ein Minderjähriger angehören. Auch Fünfjährige machten schon mit. Lustige Kommentare dabei und bei den sonstigen Spielen machten das Hüttenleben zu einer spaßigen Angelegenheit.

Sogar der Küchendienst, den jeder ab dem Schulalter nach einem Küchenplan einmal mitmachen musste, war eine lockere Gemeinschaftsaktion, an der sich alle bereitwillig beteiligten. Bei diesen vielen geselligen Aktivitäten hatte keiner den nicht vorhandenen Fernseher vermisst. Da außerdem morgens, mittags und abends (drei Gänge) köstliche Speisen aus der ausgezeichneten Berghaus-Küche serviert wurden, war die Familienskifreizeit, die an Dreikönig zu Ende ging, wieder ein echter Volltreffer. Nicht wenige wollen deshalb in einem Jahr wieder mitfahren.